Häufig gestellte Fragen

 

Was ist Osteopathie?

Eine seit 2009 von der Bundesärztekammer anerkannte medizinische Methode, die dem Körper in seinem Streben nach schmerzfreier Kompensation helfen soll, sein individuelles Gleichgewicht wieder herzustellen. Der Arzt ist hier Diagnostiker und Therapeut in einer Person. Die beeinflussenden Kräfte auf den Körper sind gering und kaum wahrnehmbar.

Welche konservative Therapie ist für mich die Erfolg versprechendste?

Welche Therapie für Ihre Beschwerden oder Erkrankung Erfolg versprechend sein könnte, wird in einem ausführlichen Gespräch, welches ca. 30 min dauern kann, erläutert. Dabei werden die aktuellen medizinischen Fortschritte qualitativ mit einbezogen. Klassische Spritzentherapien sind hier eher die Ausnahme.

Was ist eine Arthroskopie?

Eine „Schlüsselloch“ Technik mit hochmodernen Instrumenten, die ein klassisches „Öffnen“ des Gelenkes vermeiden.

Was kann arthroskopisch operiert werden?

Am Knie der Meniskus, Knorpel und das Kreuzband. An der Schulter Instabilitäten wie der Pfannenlippenriss oder der Riss an der Schulterarmhebersehne (supraspinatus) sowie Beschwerden unter dem Schulterdach/- eckgelenk wie entzündliche Schleimbeutel oder Verkalkungen. Am Sprunggelenk können Knorpeldefekte oder Bewegungseinschränkungen operiert werden.

Offene oder minimal invasive Operation am Gelenk?

Das wird im Gespräch erörtert, häufig kann das Problem arthroskopisch gelöst werden, in einigen Fällen ist der offene Gelenkeingriff sinnvoll, wie bei der Kreuzbandoperation.

Konservative (physiotherapeutische) oder eine operative Therapie?

Grundsätzlich ist es unsere Philosophie, zunächst keine operativen Verfahren anzuwenden. Viele Beschwerden und Verletzungen heilen von selbst. Durch Therapien wie die Physiotherapie werden die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt und gefördert.

Wann Hyaloronsäure, ACP (autologe Wachstumsfaktoren) oder CMI (Meniskusersatz) einen Sinn?

Bei geringen Schäden am Knorpel und Meniskus empfiehlt sich die Therapie mit Hyaloronsäure und körpereigenen Wachstumsfaktoren (ACP).Bei größeren Schäden am Meniskus und Knorpel sollten operative Verfahren überlegt werden. Kreuzbandrupturen bei jungen sportlich aktiven Menschen sollten möglichts operativ versorgt werden.

Was bringt die Einnahme von Vitaminen und Spurenelementen?

Meistens nicht viel, wissenschaftlich vermehrt als negativ bewertet. Es gibt unter Mangelzuständen allerdings gute Gründe bestimmte Präparate nach Tests einzusetzen.

Brauche ich Einlagen?

Eine sehr häufige Frage. Durch hochwertige osteopathische Techniken werden die häufig funktionellen Störungen am Fuss oder der Statik reduziert, sodass Einlagen nicht nötig werden. In einigen Fällen, reellen Beinlängendifferenzen oder nach Unfällen mit Beinlängendifferenzen aber auch häufig bei sehr aktiven Sportlern und bei Fussdeformitäten, können Einlagen sinnvoll sein.

Wann ist Osteopathie sinnvoll?

Bei sehr vielen körperlichen Beschwerden, bei Tumoren oder schweren Infektionen allerdings zunächst nicht. Die Möglichkeiten sind faszinierend und eröffnen einen anderen Zugang und Wahrnehmung zum Körper. Aber alles hat sein Maß, gute Osteopathie sollte bei der zweiten Behandlung 70% der Beschwerden reduziert haben.

Muß mein Kreuzband operiert werden?

Wer sportlich aktiv ist und die Grenzen der technischen operativen Möglichkeiten annimmt, sollte sein Kreuzband operieren lassen. Bei frischen Kreuzbandrupturen kann eine neue OP Methode, die das Kreuzband erhält, die Stabilisierung des Kniegelenkes wieder herstellen. Wenig aktive Menschen können zunächst die physiotherapeutische Therapierichtung wählen.

Warum muss ich schon wieder ein MRT bekommen!

MRT bilden die Weichteilstrukturen sehr gut ab und darüber hinaus sind sie notwendig bei entzündlichen oder tumorösen Veränderungen. Klinische Tests auch Kombination mit Sonographie werden immer zuerst durchgeführt. Besonders vor Operationen hilft das MRT bei der Planung und juristischen Absicherung.

RÖ oder MRT?

Das ist abhängig von der Frage an die Diagnostik, einen besseren Gesamteindruck besonders bei biomechanischen Fragestellungen an Gelenken, Wirbelsäule und Achsen des Körpers liefert das Röntgen, hier besonders Funktionsaufnahmen. Leider werden in Deutschland aus wirtschaftlichen und rechtlichen Gründen häufig unnötige MRT Untersuchungen angeordnet.

Ich brauche nur ein Rezept für Physiotherapie - keine Untersuchung...!

Das deutsche Kassenarztsystem und Abrechungssystem ermöglichen praktisch keine ausreichende Zeit, um die Problematik bei Patienten zu erfassen. Viele Arztbesuche und Fachüberweisungen und zu häufige radiologische und – Labordiagnostik sind die Folge. Das Gespräch und die Aufklärung werden praktisch nicht vergütet. Ohne sichere Diagnosestellung und Therapieüberlegung ist die Physiotherapie nicht sinnvoll, sie kann sogar vereinzelt zu Schäden führen. Physiotherapie darf auch nicht als Ersatz zu eigenen körperlichen Aktivität verstanden werden. Bei richtige Indikation ist Physiotherapie die entscheidende Therapie nach Operationen, um Heilung zu erreichen.

Kortison, bitte nicht!

Gezielt und einmal gegeben, ist Kortison eines der wenigen Wundermittel der Medizin. Die schädingende Wirkung besonders bei Sehneninfitrationen ist bekannt und darf auch nicht angewendet werden.

Ist Arthrose heilbar?

Nein – aber die Progredienz kann verlangsamt werden, die Schmerzen reduziert werden und die Beweglichkeit verbessert werden! Jede Verletzung stellt eine Vorschädigung im Sinne der Arthrose dar. Auch wenn das Gelenk operiert wird, hat man leider bereits ein Präarthrose

Ich bin sauer und will klagen, an wen soll ich mich wenden?

Am besten immer an Ihren behandelnden Arzt. Nur im Gespräch können Probleme der Kommunikation oder bei der Wahl der Therapie mit entsprechenden Komplikationen geklärt werden. Für Klagewege hat die Ärztekammer ein Portal und Ansprechpartner. Der Weg über einen Strafrechtsanwalt schädigt meist beide – den Patienten und den Arzt – Recht haben ist leider nicht gleich Recht kriegen.